Kajak - Paddeltouren 2022

Bootstypen

Mecklenburger Seenplatte

Faaker See

Weißensee

Bohinjsko jezero

Chiemsee

 

Bootstypen


Testfahrt mit Luftboot Grabner Riverstar auf dem Chiemsee (hier ohne Steueranlage)


Testfahrt mit Faltboot Klepper Aerius Quattro 490 (Einer) auf dem Chiemsee
 

Testfahrt mit Faltboot Klepper Aerius Quattro 545 (Zweier) auf dem Chiemsee

Diese Kajaks zählen zur Oberklasse zu entsprechenden Preisen. Ein Festrumpfkajak kommt für mich nicht in Frage wegen der Logistik bei Transport und Lagerung
und auch weil ich in einem sehr kippligen Boot mal in einem Fluss gekentert bin. Zum Vergleich von Luftboot und Faltboot:
 


Der Geschwindigkeitsvorteil des Faltboots liegt bei etwa 2 km/h, also beispielsweise 7 km/h statt 5 km/h bei gleicher Leistung. Allerdings, nach einem Paddelstopp bei
gleicher Ausgangsgeschwindigkeit bauen beide Bootstypen ihre Geschwindigkeit gleich schnell ab. Diese beiden Beobachtungen stehen also im Widerspruch zueinander.

Ich habe erst das Luftboot Grabner Riverstar (Zweier) erworben und wenige Monate danach auch das Faltboot Klepper Aerius (Einer).
Wenn man zu zweit unterwegs ist, machen zwei Einer mehr Spaß als ein Zweier obwohl das natürlich höhere Kosten und mehr zu transportierende Masse bedeutet.

 
Das Grabner Riverstar macht einen qualitativ hochwertigen Eindruck. Eine Ausnahme bildet jedoch die Befestigung der Steuerseile an den Steuerpedalen:
Die mitgelieferten Plastikhaken sind labil, können sich leicht lösen und die Klemmung der Steuerseile ist nicht fest genug. Abhilfe schaffen Karabiner und Zeltspanner.

 

Mecklenburger Seenplatte

Die erste Wohnmobil-Tour mit dem neuen Kajak ging zur Mecklenburger Seenplatte. Die erste Station am Ostufer der Müritz war Kajak-mäßig eher ein Reinfall wegen andauernd zu
starken Windes. Danach war die zweite Station dann im Lee am Westufer des viel kleineren Großen Labussees in der Kleinseenplatte.


Am Ostufer der hier über 10 km breiten Müritz. Selten war das Wasser so ruhig wie hier so dass ich mir die 700m lange Fahrt über die Müritz bis zur Einfahrt in den Bolter Kanal
nur einmal mit dem windanfälligen Luftboot zugetraut  habe. Mit so einem Kajak ist man hier eher falsch ausgerüstet.


Eindrucksvolle Sonnenuntergänge an jedem Abend, aber auch stürmisch.


Sehr großer Campingplatz 'Bolter Ufer C15', aber wir waren beorgt wegen eventuell herabfallender Äste (dafür haftet der Platzbetreiber nämlich generell nicht).
Mit dem Rad kann man die Müritz umrunden und schöne Touren durch den Nationalpark fahren. Auch der Nationalparkbus nach Waren hält unmittelbar am Platz.

 

 


Die Müritz ist hier so flach dass man zum Schwimmen 150m hinaus 'wandern' muss.

 
Die Mecklenburger Seenplatte ist das Kanuparadies in Deutschland, zehntausende Boote sind unterwegs, meist in größeren Gruppen mit Kanadiern von den zahlreichen
Verleihern. Zwischen den Seen gibt es viele Schleusen, die Wasserstände differieren aber nur gering. Auf den zahlreichen Radtouren habe ich dann etliche Campingplätze
für das nächste Ziel ausgekundschaftet, teils waren die belegt im Hochsommer, teils ungünstig oder zu einsam gelegen. Aber dann habe ich in Zwenzow am Großen Labussee
einen schönen und passenden Platz gefunden. Alle Campingplätze sind mit der Infrastruktur auf den Wasserwander-Tourismus (mehrtägige Touren mit Zeltgepäck) eingestellt.


CP Zwenzower Ufer am Großen Labussee. Direkt vom Wohnmobil in den See zum Einbooten und Schwimmen. Dazwischen noch die Zeltwiese für die Wasserwanderer.


Wasserkarte der Region in der Kleinseenplatte südöstlich der Müritz. CP Zwenzow am Großen Labussee ist links in der Bildmitte. Nördlich der 4 km lange Useriner See,
der CP am Jamelsee links oben war leider belegt, das wäre wohl das attraktivste Ziel gewesen. Der Havelkanal in der Mitte verbindet den Großen Labussee mit dem Woblitzsee.
Mit den Namen muss man aufpassen, denn es gibt auch noch einen Labussee (ohne Groß oder Klein davor) in einiger Entfernung.
- Horizontal gestrichelt bedeutet Verbot für Motorboote.
- Vertikal gestrichelt bedeutet generelles Betretungsverbot im Müritz Nationalpark, mit Kanus dürfen die Seen jedoch entlang der Betonnung gepaddelt werden.
- Rot markierte Ufer bedeuten ebenfalls Verbot der Anlandung, allerdings ist das auch so gut wie unmöglich weil überall Schilfgürtel sind.
Mit Westwind bewegt man sich teils im Lee, allerdings ist teils auch hier der Wind ein erhebliches Problem für mein Luftboot.


Zur Umgehung/Umtragung der Schleuse zwischen Großem Labaussee und Useriner See gibt es hier neben der Schleuse eine Lorenbahn.

 
Lange Tour über 17 km durch den Useriner See, teils problematisch wegen des Windes. Unangenehm ist es wenn man stundenlang nicht aus dem Boot aussteigen kann.
In dem hier zu sehenden Kanal (in der Karte oben) habe ich es verbotenerweise mit einer Anlandung versucht, das hat aber einen dramatischen Verlauf genommen:
Das Wasser schien nur 20cm tief zu sein aber in dem schlammigen Untergrund bin ich fast bis zum Hals eingesunken und hatte erhebliche Mühe mich zu befreien. Danach
gab es dann noch einen Defekt an der Steueranlage, zur Behebung musste ich dann den verzeichneten FKK CP ansteuern... eine befremdliche Situation und auch nicht erlaubt.


Idylle pur: Mondaufgang vor meinem Platz


Tour durch den Havelkanal zur Einkehr am CP Havelberge.


Das Paddeln auf Flüssen und Kanälen ist natürlich interessanter als mitten auf großen Seen, da liegt der Begriff Wasserwüste nicht fern. Deshalb werden Seen auch vorwiegend
am Ufer befahren: das ist interessanter und sicherer und man erlebt die Geschwindigkeit direkter. Der Havelkanal ist wie alle Gewässer sehr stark mit Wasserpflanzen bewachsen,
das sieht schön aus. Hier im Kanal war es absolut windstill aber die Rückfahrt über den See mit Gegenwind aus Westen war dann wieder eine Herausforderung.

 
Am letzten Abend nach Abflauen des Windes dann noch eine Fahrt durch den Schilfkanal in den Kleinen Labussee.




Faaker See

Treffen am Faaker See mit einer Gruppe von anderen Kajakfahrern. Standort ist CP Arneitz, der hier am Eingang wie ein Vergnügungspark aussieht aber eine perfekte Infrastruktur
bietet und vorne am Ufer sehr schön ist.






vor dem Mittagskogel




Wechsel ins Faltboot


Vereinigung... der Bootstypen...


Durch den Schilfkanal nach Poglitsch


eine bis dato für mich unübliche Kopfbedeckung

 
Die längste Kajak-Tour am Faaker See über 13 km, rechts vergrößert die Mäander im Schilf.
Auf der Nord- und Südseite der Insel kann man an einigen Stellen anlanden, ansonsten ist die gesamte Uferlinie privat mit unzähligen Verbotsschildern.



 
wieder im Schilfkanal, teils eng, teils scharfe Kurven








Einpacken nach 11 Tagen auf CP Arneitz. Das Kajak steckt bereits in den Packtaschen.


Weißensee



Tagesausflug vom Faaker See zum Weißensee: Tour über 13,2 km (Track und Geschwindigkeitsprofil beim Genusspaddeln)










Der Weißensee hat die Anmutung eines norwegischen Fjords:
schmale lang ausgedehnte Form, hohe umgebende Berge, verkehrsfreie Ufer (Zugänge nur an den beiden Enden, ansonsten nur Schiffsverkehr), sehr ruhig und naturbelassen


Einpacken


Bohinjsko jezero

(dieser 4.1 km lange slowenische See am Rand des Triglav Nationalparks ist auch unter dem selten verwendeten Namen Wocheiner See bekannt)



Vor dem wunderschön gelegenen Camp Bohinj unmittelbar am Ufer. Dahinter ist die Seilbahn auf den Berg Vogel zu erkennen.

Bei drei Kajak-Touren bin ich hier gut 30 km gepaddelt, nachfolgend ist die längste Tour mit 17 km zu sehen. Die Uferlinie ist etwa 12 km lang und komplett zugänglich, zum größten Teil
sogar mit Kieselstrand so dass es hunderte sehr schöne Plätze zum Anlegen und Schwimmen gibt. Das steht im starken Kontrast zum Faaker See, dessen Ufer außerhalb der Campingplätze
und Strandbäder komplett in Privatbesitz ist und sich wasserseits ein Schild mit Anlege- und Betretungsverbot an das nächste reiht. Allerdings ist der Natur-Campingplatz Camp Bohinj
nicht reservierbar, nicht parzelliert und bei dichter Belegung ist eine gewisse Toleranz erforderlich.












Abendstimmung. An einem anderen Abend noch 10km-Wanderung zum Slap Savica (Wasserfall und Hauptzufluss zum See), zurück mit Stirnlampe durch die Finsternis.

 


Auf ein Wiedersehen!


Chiemsee

in Bearbeitung

 

 

Zurück zum Seitenanfang

Zurück zur Hauptseite